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T I D E S – Zurück zu unseren Ursprüngen, in die unbarmherzige Natur

„TIDES führt uns vor Augen, wie grundlegend die Menschheit sich nach einer Klimakatastrophe an die neuen Umweltbedingungen anpassen müsste.“
Produzent Thomas Wöbke

Mit TIDES kommt im Spätsommer ein außergewöhnliches Kinoerlebnis in die deutschen Säle. Ein ganzes Team ließ den Film mitten in unberührter Natur Wirklichkeit werden. Die Orte und Bedingungen, unter denen der Film entstand, machten den Dreh so besonders. Im Norden Deutschlands, im Wattenmeer erschuf Regisseur Tim Fehlbaum eine neue einzigartige dystopische Welt der nahen Zukunft. Von der Zusammenarbeit mit Roland Emmerich (Executive Producer) inspiriert, widmet sich Fehlbaum brisanten und relevanten Themen wie Kolonialismus, Ausbeutung, dem Brandschatzen der Erde, dem drohenden Klimakollaps, dem Ende des Patriarchats und dem unbändigen Überlebenswillen der Menschheit. „In unserer Geschichte kommt es dabei zu einer Konfrontation zwischen zwei überlebenden Gruppen. Da ist auf der einen Seite eine hochkultivierte und -technisierte Schicksalsgemeinschaft kurz vor dem Aussterben, auf der anderen Seite eine Urgesellschaft von Jägern und Sammlern, die sich an die Lebensbedingungen einer unwirtlichen Welt angepasst haben und dabei sind, eine neue und eigenständige Kultur zu entwickeln“, erklärt Produzent Thomas Wöbke.

Stimmen zur Dystopie der Umweltkatastrophe

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Die Entstehung einer Geschichte im Wattenmeer

Im Watt startete nicht nur der Dreh, sondern entstand die gesamte Geschichte. Produzent Philipp Trauer besuchte mehrmals das Wattenmeer, bevor es Teil einer internationalen Kinoproduktion wurde. Er erzählt: „Wenn die Ebbe kommt, ist mit einem Schlag alles weg, was zuvor noch Meer war. Man kann auf dem Meeresboden gehen. Ich hatte nur einen Gedanken: Diesen Ort muss man unbedingt nutzen als Location für einen Science-Fiction-Film. Man kann die Kamera aufstellen und egal in welche Richtung man sie schwenkt, jede Einstellung ist umwerfend, unwirklich und beeindruckend.“ Die Aufgabe und gleichzeitige Herausforderung bei Science-Fiction ist es, eine neue Welt zu entwerfen, die einzigartig, ungewöhnlich, aber gleichzeitig auch authentisch und für den Zuschauer greifbar ist. „Um diese ganz eigene Welt haben wir die Geschichte gestrickt, sie war der Auslöser.“

Der Drehbeginn im Wattenmeer stand unter schwierigen Bedingungen. Denn wie die Charaktere im Film waren auch die Dreharbeiten abhängig von den ganz eigenen Gesetzen der Natur. „Unser Anspruch war es, so viel wie möglich an Originalschauplätzen zu filmen“, sagt Philipp Trauer. Drei Tage lang wurde auf der kleinen Insel Neuwerk in der Helgoländer Bucht, rund 15 Kilometer von Cuxhaven entfernt, gedreht. Das ganze Filmteam hat zu spüren bekommen, wie sehr wir Menschen von den Bedingungen der Natur abhängig sind. So gab es nur ein kleines Zeitfenster von wenigen Stunden, um bei Ebbe zu drehen. „Wenn man morgens um drei im Watt steht, langsam die Sonne aufgeht und man sieht nur diese ewige Landschaft um sich, während man buchstäblich auf dem Meeresboden steht, dann stellt das etwas an mit einem“, so Fehlbaum.

Allerdings war es aufgrund von Gezeiten und Naturschutz fast unmöglich, im großen Umfang in der Natur zu drehen. Trauer berichtet: „Gezwungenermaßen mussten wir ins Studio ausweichen, wo wir das Watt nachgebaut haben und nach Belieben fluten konnten. Wir haben ein riesiges Wasserbecken konstruiert. Beides war enorm aufwändig, zahlte sich dann aber beim Dreh durchaus aus, weil sich das Umfeld auf diese Weise optimal kontrollieren lässt. Man ist nicht auf Gedeih und Verderb den Launen der Natur ausgesetzt.“
Für den Studiodreh des Wattenmeeres wich das Team in die Münchner Bavaria Film Studios aus. Gedreht wurde in der größten Halle der Filmstudios, die normalerweise nur für Fernsehproduktionen vorgesehen ist. Dort hatten sie die idealen Bedingungen, alles in größerer Dimension nachzubauen, um den Originalschauplätzen möglichst nahe zu kommen. In den eigens konstruierten Wasserwelten wurde fast ausschließlich im Nassen, Kühlen und Dunklen gedreht, was große Herausforderungen mit sich brachte. Es macht nicht nur den Anschein, als würde sich fast alles innerhalb des Wassers abspielen, sondern es passierte tatsächlich.

 

Warum jeder Drehtag besonders war

Der Dreh im Wattenmeer war aufregend. Über mehrere Jahre wurde er vorbereitet und bis ins kleinste Detail geplant. Tim Fehlbaum gibt einen Einblick in den außergewöhnlichen Dreh:
„Logistisch gesehen, war es eine sehr komplex zu bedienende Location. Wir sind um drei Uhr morgens aufgestanden, eine halbe Stunde später trafen wir uns mit Nora Arnezeder und wurden dann mit Traktoren zum Drehort ins Watt gebracht. Man weiß für jeden Tag der nächsten hundert Jahre exakt, wann die Ebbe einsetzt und wann sie der Flut wieder weicht. Entsprechend weiß man auch genau, wie lange man jeweils drehen kann, bevor man den Platz wieder räumen muss. Es war pure Magie – im Stockdunkeln anzukommen, an dem Ort, der eine entscheidende Inspiration für TIDES gewesen war. Dann ging die Sonne langsam auf und die erste Klappe fiel. Das war unvergesslich für mich.“

Bei nur wenigen Filmen wird eine solch aufwendige Kulisse unter freiem Himmel erschaffen. Um die Atmosphäre auf der großen Kinoleinwand authentisch wiederzugeben, wurde die Natur zum Hauptschauplatz des Filmes und formte den Dreh nach ihren ganz eigenen Regeln. „Man spürt ganz unmittelbar die Gewalt der Natur – die auch eines der Themen des Films ist. Man reizt die Möglichkeit bis zur letzten Sekunde aus, da kommt schon das Wasser rein, schleichend, und steigt unaufhörlich. Auf einmal ist es schon bei den Knöcheln, und man weiß, dass man jetzt abbrechen muss, sonst könnte es gefährlich werden. Der Wattführer ist da unerbittlich. Minuten später hätte man schon ein Problem. Es macht süchtig, an einer solchen Location zu drehen“, so Fehlbaum.

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Die schauspielerische Herausforderung

Die Rolle der Astronautin und Ingenieurin Blake (Nora Arnezeder) kann man als Bindeglied zwischen der alten und der neuen Welt sehen. Sie kommt aus der einen, wird aber im Verlauf des Films mehr und mehr Teil der anderen Welt. Das ist die Entwicklung, die sie durchmacht. Und die auf eine mögliche Zukunft der Erde verweist, die das alte Herrschaftssystem hinter sich lässt.

„Um es einfach zu sagen“, so Arnezeder „war ich eigentlich immer nass, was bedeutete, dass ich oft gefroren habe. Aber das war auch keine Überraschung. Ich wusste, was auf mich zukommt. Gleich nach der Zusage habe ich angefangen, mich intensiv auf die Rolle vorzubereiten. Ich habe keinen Alkohol mehr getrunken, ich habe mit Training begonnen, ich habe mich psychologisch auf die Extremsituation eingestellt, in der sich Blake befindet.“ Fehlbaum war beeindruckt von ihrer schauspielerischen Leistung an diesem sehr außergewöhnlichen und komplizierten Set: „Ich bin voller Bewunderung für meine Hauptdarstellerin, die sich physisch förmlich verausgabt hat: Nora hat sich in den Matsch geworfen, war durchgehend nass und hat bitter gefroren.“

TIDES schickt sein Publikum auf eine atemlose Reise voller überraschender Wendungen in eine einzigartige Welt, in der es für die Menschheit um Leben und Tod geht. Regisseur Fehlbaum betont zum Abschluss: „Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Film nur dann gelingen kann, wenn die Dreharbeiten die Handlung spiegeln: Blake, die Heldin von TIDES, legt eine Reise zurück, die sie körperlich an ihre Grenzen führt. Und Nora wollte das nicht nur spielen, sie wollte es selbst fühlen, mit jeder Faser. Diese Anstrengung wird auf die Leinwand transportiert, sie sorgt dafür, dass sich das Gezeigte echt anfühlt, nachvollziehbar. Deshalb war es so wichtig, tatsächlich auch im Wattenmeer gedreht zu haben.“

Der Film überzeugt mit Starbesetzung. Schauspieler Joel Basman, der die Rolle des Paling verkörpert, wurde 2008 zum European Shooting Star der Berlinale ernannt. Er wurde unter anderem 2015 mit dem Deutschen Filmpreis und 2019 mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet. TIDES gewann darüber hinaus den Bayerischen Filmpreis in den Kategorien „Beste Regie“ und „Beste Kamera“. Der Film feierte in diesem Jahr Publikumspremiere auf dem Filmfest München. Am 26. August 2021 startet die Science-Fiction-Dystopie in den deutschen Kinos.