Nachfolgend einen Überblick über die Meilensteine in der Erfolgsgeschichte der Constantin Film:
Die Neue Constantin Film wurde 1977 von Bernd Eichinger gegründet, der bis heute der wichtigste Produzent für das Unternehmen ist. Bereits sechs Jahre später war die Neue Constantin Film der erste deutsche Filmverleih mit angeschlossenem Produktionsunternehmen und ihre Produktionsaktivitäten erstreckten sich auch auf den internationalen Markt. Bernd Eichinger produzierte mit Die unendlicheGeschichte, den 1984 in Deutschland fast 5 Millionen Kinobesucher sahen, und Der Name der Rose (5,9 Millionen Kinobesucher)nach dem bekannten Roman von Umberto Ecoseineersten Welterfolge. 1986 erwarb die Kirchgruppe – damals Europas größter Film- und TV-Lizenzhändler – eine Minderheitsbeteiligung an der Neuen Constantin Film.
Im Jahr 1991 wurde die erste Tochtergesellschaft der Constantin Film in Hollywood/ Los Angeles gegründet. Bereits das erste Filmprojekt war ein Welterfolg: Das Geisterhaus nach dem erfolgreichen Roman der chilenischen Schriftstellerin Isabel Allende begeisterte 1993 knapp 4 Millionen Kinobesucher allein in Deutschland.
In den nächsten Jahren baute die Constantin Film ihre Stellung auf dem internationalen Kinomarkt beständig aus z.B. durch die Etablierung verschiedener Produktionstöchter im europäischen Ausland. Kinoerfolge in dieser Zeit waren u.a. Lizenztitel wie Der mit dem Wolf tanzt (1991 knapp 6,8 Millionen Kinobesucher in Deutschland) und Eigenproduktionen wie Der bewegte Mann (über 6,6 Millionen Kinobesucher) oder Werner - Beinhardt (über 4,9 Millionen Kinobesucher).
Ab 1996 schuf sich Constantin Film mit Auftragsproduktionsaktivitäten auf Lizenzbasis (Neuerung zu der bisher in Deutschland üblichen Auftragsbasis) ein neues Standbein in der TV-Produktion. Mit Filmen wie Rossini oder die mörderische Frage wer mit wem schlief (über 3,2 Millionen Kinobesucher), Ballermann 6 (über 2,4 Millionen Kinobesucher) oder dem Lizenztitel Sieben (über 2,8 Millionen Kinobesucher) war die Constantin Film in diesen Jahren im Kino erfolgreich.
Ende der 90er Jahre folgte der Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an den Filmproduktionsunternehmen Olga Film GmbH, Engram Pictures und MOOVIE – the art of entertainment GmbH.
Im September 1999 ging das Unternehmen als Constantin Film AG schließlich an die Börse. Kinohits dieser Zeit waren u.a. The Sixth Sense (über 4 Millionen Kinobesucher), Asterix und Obelix gegen Cäsar (knapp 3,6 Millionen Kinobesucher) oder Werner – Volles Rooäää!!! (knapp 2,8 Millionen Kinobesucher).
Das neue Jahrtausend begann erfolgreich für die Constantin Film AG. Mit dem Lizenztitel American Pie (über 6 Millionen Kinobesucher) verlieh das Unternehmen den erfolgreichsten Film des Jahres 2000. Im März nahm die Deutsche Börse die Constantin Film Aktie zudem in den Auswahlindex Nemax 50 auf. 2001 brachte die Constantin Film mit der Co-Produktion Der Schuh des Manitu den erfolgreichsten deutschen Film aller Zeiten in die Kinos. Seit seinem Kinostart im Juli 2001 sahen über 11,7 Millionen Kinobesucher den ersten Kinofilm von Michael „Bully“ Herbig.
Im April 2002 gründete die Constantin Film AG mit dem Produzenten Christian Becker und seinem Team die Rat Pack Filmproduktion GmbH, die in den letzten Jahren Erfolgsfilme wie Die Welle (über 2,5 Millionen Kinobesucher), HuiBuh – Das Schlossgespenst (über 2 Millionen Kinobesucher), Vorstadtkrokodile (645.000 Kinobesucher) oder Wickie und die starken Männer (fast 5 Millionen Kinobesucher in 2009) produziert hat.
Die Schweizer Highlight Communications AG – eine Strategie- und Finanzholding mit den operativen Segmenten Film sowie Sport- und Eventmarketing – erwarb Anfang 2002 erstmals 23 Prozent am Grundkapital der Constantin Film AG von der Kirch Beteiligungs GmbH und Co. KG und aus dem Streubesitz.
Mit der internationalen Eigenproduktion Resident Evil stellte die Constantin Film in diesem Jahr den erfolgreichsten US-Start einer deutschen Kinoproduktion aller Zeiten. Bereits in den ersten drei Tagen nach Kinostart erzielte der Horror-Thriller ein Boxoffice knapp 50 Millionen US$.
Im Jahr 2003 schlug der Vorstand der Constantin Film AG einen neuen strategischen Weg für das Unternehmen ein. Die klassischen Geschäftsfelder Produktion und Verleih wurden um die drei Bereiche Lizenzhandel, Home-Entertainment-Auswertung und die verstärkte TV-Auftragsproduktion (insbesondere TV-Entertainment) erweitert. Mit dieser erfolgreichen Strategie hat die Constantin Film AG in den vergangenen Jahren ihre strategische Ausrichtung verbessert, ihre Geschäftsbasis zielgerecht und nachhaltig ausgeweitet und sich zu einem integrierten Medienkonzern entwickelt.
Im selben Jahr erwarb die Constantin Film AG zudem 61 Prozent der Anteile an der KirchMedia Entertainment GmbH (mittlerweile umfirmiert in Constantin Entertainment GmbH), einem der marktführenden deutschen Show- und Entertainment-Produktionsunternehmen, 2005 wurde die Beteiligung auf 100 Prozent aufgestockt.
Im März 2003 gewann die Constantin Film Co-Produktion Nirgendwo in Afrika (Regie: Caroline Link) den Oscar® in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film“.
Die beiden Top-Titel des Jahres 2004 waren die orscar®-nominierte Bernd Eichinger-Produktion Der Untergang (über 4,6 Millionen Kinobesucher) sowie Michael „Bully“ Herbigs (T)Raumschiff Suprise – Periode 1 mit über 9 Millionen Kinobesuchern. Seit Anfang 2004 wertet die Constantin Film AG die Video- und DVD-Rechte an Eigenproduktionen und Lizenztiteln eigenständig aus. Marketing und Vertrieb für die Produkte der Constantin liegen seitdem bei der Highlight Communications AG. Highlight organisiert den Vertrieb mit der US-Studiotochter Paramount Home Entertainment.
In den folgenden Jahren baute die Constantin Film AG ihren Status als erfolgreichstes unabhängiges Produktions- und Verleihunternehmen in der deutschen Medienlandschaft weiter aus z.B. durch die Gründung neuer Tochtergesellschaften, die Schließung exklusiver Output-Verträge mit Premiere und der ProSiebenSat.1-Gruppe sowie die Neuordnung einiger Geschäftsbereiche und auch durch personelle Veränderungen. Kinohits der Constantin in diesen Jahren waren u.a. die Bernd Eichinger-Produktionen Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders (knapp 5,6 Millionen Kinobesucher) und Der Baader Meinhof Komplex (über 2,4 Millionen Kinobesucher), Die Weisse Massai (über 2,2, Millionen Kinobesucher), Lissiund der wilde Kaiser (über 2,2 Millionen Kinobesucher), Das Fliegende Klassenzimmer (über 1,9 Millionen Kinobesucher), Bibi Blocksberg (über 2,2 Millionen Kinobesucher), Die Wilden Hühner-Reihe oder Mädchen Mädchen! (knapp 1,8 Millionen Kinobesucher)
Ende 2008 teilte die Highlight Communications AG als Mutterkonzern der Constantin Film AG ihr Verlangen nach einem Squeeze-out der Minderheitsaktionäre mit. Der Squeeze-out wurde im Oktober 2009 faktisch vollzogen und die Börsenzulassung der Constantin Film AG ist seit dem 13. Oktober erloschen, nachdem alle Aktien auf die Highlight Communications übergegangen waren. Die Constantin Film AG gehört nun als Teil der Highlight Communications AG zum Medienkonzern Constantin Medien AG, der aus der ehemaligen EM. Sport Medien AG hervorgegangen ist und seit Anfang 2009 seinen neuen Namen führt. Das Unternehmen umfasst die vier Geschäftsbereiche Sport (Sport1, LIGA total!, Sport1.de, Plazamedia und Creation Club), Film (Constantin Film, Constantin Entertainment und Rainbow Home Entertainment), Sport- und Eventmarketing (Team Holding AG) sowie Sonstiges (Holdingaktivitäten).
Das Kinojahr 2009 war mit sechs Besuchermillionären besonders erfolgreich für die Constantin Film AG: Die Mario Barth-Komödie Männersache (1,8 Millionen Kinobesucher), Horst Schlämmer – Isch kandidiere! (1,35 Millionen Kinobesucher), Maria, ihm schmeckt´s nicht! (1,3 Millionen Kinobesucher), Wickie und die starken Männer (fast 5 Millionen Kinobesucher) sowie Die Päpstin (2,3 Millionen Kinobesucher) und Die Wilden Hühner und das Leben (1 Million Kinobesucher) trafen den Geschmack des Publikums.
Völlig überraschend verstarb am 24. Januar 2011 Bernd Eichinger während eines Abendessens im Freundes- und Familienkreis in Los Angeles. Bernd Eichinger war über 30 Jahre lang mit seiner einmaligen Kreativität, Leidenschaft und seinem einzigartigen Know-how das „Herz“ der Constantin Film und prägte das Bild des deutschen Films im In- und Ausland maßgeblich. Bei der Trauerfeier am 7. Februar in München nahmen neben der Familie zahlreiche Freunde, Weggefährten, Bewunderer sowie alle Mitarbeiter der Constantin Film Abschied von dem berühmten Filmemacher. So unersetzlich Bernd Eichinger ist - eine neue Generation von Produzenten wird bei der Constantin Film auch in Zukunft hochwertige Filme herstellen.
Anfang 2012 landete die Constantin-Tochterfirma Rat Pack Filmproduktion GmbH mit Türkisch für Anfänger den bisher größten deutschen Kinohit des laufenden Jahres. Mit Bora Dagtekin, dem Regisseur der Erfolgskomödie, entwickelt die Rat Pack derzeit die Komödie Fuck you, Göhte – erneut mit Elyas M´Barek in der Hauptrolle. Top-Filme der Verleihstaffel 2013 sind u.a. 3096 Tage über die Entführung von Natascha Kampusch und The Mortal Instruments (Die Chroniken der Unterwelt) nach Cassandra Clares Fantasy-Bestseller.
Die Geschäftsberichte der Constantin Film AG der vergangenen Jahre können auf www.highlight-communications.ch abgerufen werden.